Warum NEIN?

Die 4 wichtigsten Gründe für ein NEIN beim Bürgerentscheid am 1. März 2026

1

Finanzielle Chancen nutzen

Das sächsische Beteiligungsgesetz garantiert kommunale Einnahmen

20.000 - 40.000 €

Pro Anlage und Jahr für die Kommune

0,3 ct/kWh

Gesetzliche Beteiligung ab 2026

100%

Zusätzlich – keine Anrechnung auf Finanzausgleich

Das Erneuerbare-Energien-Ertragsbeteiligungsgesetz (EEErtrBetG) des Freistaats Sachsen sichert Kommunen einen verbindlichen Anteil an den Erträgen von Windenergieanlagen zu. Diese Mittel fließen direkt in den kommunalen Haushalt.

Was kann Naunhof mit dem Geld machen?

Das Gesetz gibt Kommunen einen weiten Ermessensspielraum. Die aufgeführten Verwendungszwecke sind exemplarisch und nicht abschließend:

Infrastruktur

  • Sanierung von Straßen und Wegen
  • Gestaltung von Grünanlagen
  • Spielplätze und Freizeitanlagen
  • Radwege und Fußwege

Kommunale Gebäude

  • Sanierung von Schulen und Kitas
  • Modernisierung von Feuerwehrhäusern
  • Instandhaltung von Gemeindehäusern
  • Barrierefreiheit

Vereine & Soziales

  • Unterstützung von Sportvereinen
  • Förderung von Kulturveranstaltungen
  • Jugendarbeit und Seniorenbetreuung
  • Gemeindefeste

Energie & Klima

  • Energetische Sanierung kommunaler Gebäude
  • LED-Straßenbeleuchtung
  • PV-Anlagen auf kommunalen Dächern
  • Klimaschutzkonzepte

Wichtig: Direkte Beteiligung! Die Hälfte der Einnahmen muss in den räumlich unmittelbar betroffenen Ortsteilen eingesetzt werden – damit profitieren die Bürger in der Nähe der Anlagen direkt.

2

Mitgestalten statt blockieren

Sachsen muss bis Ende 2027 1,3% der Landesfläche für Windenergie ausweisen

1,3%

Der Landesfläche muss Sachsen bis Ende 2027 für Windenergie ausweisen

Aktuell: nur ca. 0,3% – das Ziel muss vervierfacht werden

Bei konstruktiver Mitarbeit:

  • Einfluss auf konkrete Standorte
  • Verhandlung über Abstände zur Bebauung
  • Gestaltung von Bürgerbeteiligungsmodellen
  • Aushandeln zusätzlicher Kompensationen
  • Dialog mit Betreibern auf Augenhöhe

Bei pauschaler Blockade:

  • Verlust aller Verhandlungspositionen
  • Kein Einfluss auf Standortwahl
  • Keine zusätzlichen Kompensationen
  • Projektierer gehen direkt zum Landratsamt
  • Kommune wird übergangen

Das Paradox der Verzögerungsstrategie

Wenn Sachsen das Flächenziel bis 31.12.2027 verfehlt, treten automatisch gravierende Rechtsfolgen ein:

  • Superprivilegierung: Windkraft dann überall im Außenbereich privilegiert zulässig
  • Ausschlusswirkung entfällt: Bisherige Konzentrationszonen verlieren ihre Sperrwirkung
  • Abstandsregelungen unwirksam: Die 1.000-Meter-Regelung tritt außer Kraft

Wer heute die Flächenausweisung unterstützt, sichert Mitspracherechte und behält die Kontrolle über Standorte.

Hinweis: In ausgewiesenen Vorranggebieten sind Windkraftanlagen ohnehin immissionsschutzrechtlich zulässig – unabhängig vom Bürgerentscheid. Die Frage ist nur: Mit oder ohne kommunale Gestaltung?

3

Unabhängigkeit statt Erpressbarkeit

Die Gaskrise 2022 hat gezeigt: Wer importiert, ist verwundbar

Gazprom-Krise 2022

Russland hat gezielt deutsche Gasspeicher geleert und Deutschland erpressbar gemacht. Die Folge: Explodierende Energiepreise und wirtschaftliche Unsicherheit.

LNG ist keine Lösung

Flüssiggas aus den USA oder Katar bedeutet nur einen Wechsel der Abhängigkeit. LNG ist teuer und schafft neue geopolitische Risiken.

Windkraft ist heimisch

Wind weht auch in Sachsen. Wer auf heimische erneuerbare Energien setzt, macht sich unabhängig von geopolitischen Verwerfungen und Preisschwankungen.

Wirtschaftsminister Panter warnte beim LVZ-Forum: Wer den Ausbau der Erneuerbaren verhindert, gefährdet Industrieansiedlungen und Arbeitsplätze in Sachsen.

4

Klima und Umwelt schützen

Das 1,5-Grad-Ziel erfordert konsequentes Handeln

1,5 °C

Maximale Erderwärmung laut Pariser Klimaabkommen

Dieses „Ziel" haben wir 2026, bereits 20 Jahre vor 2045 erreicht. Es muss alles daran gesetzt werden, die Folgen nicht noch katastrophaler ausfallen zu lassen.

Windkraft ist klimaneutral

Im Betrieb verursacht Windenergie keine Emissionen. Eine moderne Windkraftanlage produziert die für ihre Herstellung benötigte Energie in wenigen Monaten zurück.

Sachsen braucht Erneuerbare

Als Kohleland hat Sachsen besonderen Aufholbedarf bei der Energiewende. Windkraft ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung.

Verantwortung übernehmen

Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür. Naunhof kann mit einem NEIN zeigen, dass wir Verantwortung für kommende Generationen übernehmen.

Lokale Wertschöpfung

Windkraftanlagen schaffen Arbeitsplätze vor Ort – von der Wartung bis zu Zuliefererbetrieben. Das stärkt die regionale Wirtschaft.

Fracking ist klimaschädlich

US-amerikanisches LNG stammt oft aus Fracking-Förderung. Diese Methode verschmutzt Grundwasser, verursacht Erdbeben und setzt große Mengen Methan frei.

Fazit: Windkraft vor Ort ist ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz – lokal handeln, global denken.

NEIN - Stimmen Sie mit NEIN beim Bürgerentscheid

Am 1. März 2026: NEIN stimmen

Für finanzielle Chancen. Für Mitgestaltung. Für Energieunabhängigkeit. Für Klima und Umwelt. Gegen eine Blockadepolitik ohne Perspektive.

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