Quellen & Nachweise
Transparenz ist uns wichtig: Hier finden Sie alle Quellen zu unseren Aussagen
Gesetze & Verordnungen
Erneuerbare-Energien-Ertragsbeteiligungsgesetz (EEErtrBetG)
Das sächsische Beteiligungsgesetz regelt die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen. Ab 2026 erhalten Gemeinden 0,3 Cent pro Kilowattstunde, was 20.000-40.000 Euro pro Anlage und Jahr entspricht. § 6 definiert die Verwendungszwecke.
Volltext bei REVOSax aufrufen → FAQ zum EEErtrBetG (Freistaat Sachsen) →Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG)
Das WindBG verpflichtet die Bundesländer, bis Ende 2027 mindestens 1,3% ihrer Landesfläche für Windenergie auszuweisen (bis 2032: 2,0%). Bei Verfehlung entfällt die Ausschlusswirkung bisheriger Konzentrationszonen und Windkraft wird im gesamten Außenbereich privilegiert.
Volltext bei gesetze-im-internet.de →Baugesetzbuch (BauGB) - § 35 und § 36
§ 35 regelt das Bauen im Außenbereich. § 36 regelt das gemeindliche Einvernehmen bei Bauvorhaben. Der Bürgerentscheid bezieht sich auf § 36 BauGB und die Frage, ob Naunhof alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen soll, um Windkraftanlagen zu verhindern.
Volltext bei gesetze-im-internet.de →Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm)
Die TA Lärm legt verbindliche Immissionsrichtwerte fest. In Wohngebieten gelten nachts maximal 35 dB(A). Moderne Windkraftanlagen erzeugen in 900m Entfernung weniger als 40 dB(A) - vergleichbar mit einer ruhigen Wohnstraße.
Volltext bei gesetze-im-internet.de →Wissenschaftliche Studien
BGR-Studie zu Infraschall (korrigiert 2021)
Die ursprüngliche BGR-Studie von 2005 zu Infraschall von Windkraftanlagen enthielt einen Rechenfehler um den Faktor 4.000. Die BGR korrigierte dies 2021 öffentlich. Die tatsächlichen Infraschallwerte liegen weit unter der menschlichen Wahrnehmungsschwelle.
BGR-Pressemitteilung vom 27.01.2021 →Umweltbundesamt: Infraschall und Gesundheit
Das UBA stellt klar: Bei Einhaltung der gesetzlichen Abstände gibt es keine wissenschaftlichen Belege für gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Infraschall von Windkraftanlagen. Infraschall ist ein natürliches Phänomen (Wind, Meeresbrandung, Verkehr).
UBA-Themenseite aufrufen →RWI-Studie: Immobilienwerte und Windkraft
Die Studie "Local Cost for Global Benefit" untersuchte über 2,7 Millionen Immobilientransaktionen in Deutschland. Ergebnis: Wertverluste von 5-7% innerhalb von 1 km, abhängig von Sichtbarkeit. Ab 3 km kein messbarer Effekt mehr. US-Langzeitstudien zeigen: Nach ca. 9 Jahren gleicht sich der Effekt aus.
RWI-Studie aufrufen →Braunkohle: Abgebaggerte Ortschaften in Deutschland
Für den deutschen Braunkohlebergbau wurden über 300 Ortschaften vollständig zerstört und mehr als 100.000 Menschen zwangsumgesiedelt. Allein in der Lausitz: 136 Dörfer, im Rheinland: 130+ Orte, in Mitteldeutschland: 120+ Siedlungen. Die größte Zwangsumsiedlung in der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Wikipedia-Liste aufrufen →Atomkraftwerke und Immobilienwerte
Nach Fukushima 2011 sanken in Deutschland die Preise nahe AKWs um 4,9-9,8%. Bei AKW-Stilllegung sinken Werte durch wegbrechende Steuereinnahmen.
Marquette-Studie aufrufen →NABU: Vogelschlag an Windkraftanlagen
Ja, Vögel sterben an Windkraftanlagen. Aber: ca. 100.000 pro Jahr durch Windkraft vs. 18-100 Millionen durch Glasflächen, 70 Millionen durch Verkehr, 20-100 Millionen durch Katzen. Moderne Anlagen mit Radarerkennung und Abschaltautomatik reduzieren das Risiko weiter.
NABU-Themenseite aufrufen →Behörden & Institutionen
Sächsische Energieagentur (SAENA)
Die SAENA ist die zentrale Anlaufstelle für Energiefragen in Sachsen. Sie informiert über das Beteiligungsgesetz (EEErtrBetG), Fördermöglichkeiten und berät Kommunen bei der Nutzung erneuerbarer Energien.
SAENA-Website aufrufen →Fachagentur Windenergie an Land
Die FA Wind unterstützt den Ausbau der Windenergie in Deutschland und bietet umfangreiche Informationen zu Planungsrecht, Genehmigungsverfahren und kommunaler Beteiligung.
FA Wind aufrufen →Veranstaltung am 25.2.26en & Medienberichte
LVZ-Forum "Politik in Sachsen" - Naunhof
Bei der Abstimmung mit Ja/Nein-Karten zeigte sich: Eine Mehrheit der ca. 500 Anwesenden stimmte für den Ausbau erneuerbarer Energien. Selbst ein BI-Vertreter signalisierte Gesprächsbereitschaft bezüglich einer Energiegenossenschaft.
SMWA-Blogbeitrag aufrufen →Haben Sie Fragen zu unseren Quellen?
Wir sind transparent und stehen für sachliche Diskussion. Kontaktieren Sie uns gerne.
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